Nutzung von Erdwärme mit Grundwasserwärmepumpen

Wärme aus Grundwasser

Machbarkeitsstudie

Die Machbarkeitsstudie zur Nutzung von Erdwärme mit einer Grundwasserwärmepumpe auf Ihrem Grundstück erfolgt in mehreren einzelnen Schritten, dadurch erhalten Sie größtmögliche Planungs- und Kostensicherheit.

 

Kurzrecherche:

Die Kurzrecherche erfolgt über Abfragen über das Internet und telefonisch flurstücksgenau für Ihr Grundstück. Eine Kartenrecherche erfasst die regionale und lokale geologische und hydrologische Situation. Damit wird geklärt, ob an Ihrem Standort prinzipiell geeignete hydrogeologische Verhältnisse vorliegen.

 

Mittels Kontaktaufnahme zur zuständigen Wasserbehörde wird recherchiert, ob Wasserschutzgebiete bzw. Heilquellenschutzgebiete betroffen sind oder ob eventuell vorhandene Altlasten im Umfeld vorhanden sind. Hieraus ergeben sich erste Einschätzungen der genehmigungstechnischen Situation.

 

Ziel: prinzipielle Klärung der Machbarkeit der Nutzung von Erdwärme mit Grundwasserwärmepumpen

 

Vorteil: geringer (Kosten-)Aufwand

 

Nach einer positiven Einschätzung der prinzipiellen Machbarkeit erfolgt in einem 2. Schritt die Erkundung Ihres Grundstücks.

Erkundung

Zuerst erfolgt eine Ortsbegehung Ihres Grundstücks zur Feststellung von Zugänglichkeiten, logistischen Möglichkeiten wie Anbindung zur bestehenden Hausinstallationen, Grenzabständen zu Nachbargrundstücken, topographischen Besonderheiten, Messungen von Grundwasserflurabständen bei eventuell vorhandenen Messstellen in der näheren Umgebung.

Nachfolgend werden zur Ermittlung der hydrogeologischen Situation auf Ihrem Grundstück Kleinbohrungen (oder auch Baggerschürfgruben durch lokalen Erdbau-unternehmer) vorgenommen. Anschließend wird an den erstellten Aufschlüssen ein Kurzzeit-Pumpversuch zur Ermittlung von Grundwasserdargebot und Grundwasserbeschaffenheit (Mineralisation, Schadstoffkonzentrationen) durchgeführt. Die Formalitäten für diese anzeigepflichtigen Untersuchungen bei der für Ihre Kommune zuständigen Wasserbehörde übernehmen wir selbstverständlich.

Weiterhin erfolgt eine Recherche zu genehmigungstechnisch relevanten, eventuell vorhandener grundwasserunterstromig gelegener zugelassener Anlagen (z.B. Trinkwassernutzungen, andere Grundwasserwärme-pumpenanlagen). Mit Vordimensionierungen von Entnahmeraten und Temperaturentzug lassen sich aufgrund von Erfahrungswerten (oder mit bereits durch Ihren Heizungsanlagentechniker angegebenen Daten) genehmigungstechnisch relevante hydraulische und thermische Auswirkungen auf das Grundwasser abschätzen.

 

Ziel: Klärung der Machbarkeit aufgrund von Felddaten

 

Detailerkundung/Ausführungsplanung:

Für die Ausführungsplanung erfolgt zuerst die Dimensionierung und die Planung der räumlichen Lage von Entnahmebrunnen und Rückgabebrunnen („Schluckbrunnen“) auf Ihrem Grundstück. Für die Erstellung der Brunnen wird eine wasserrechtliche Genehmigung gemäß Wassergesetz für Baden-Württemberg (WG) bzw. Wasserhaushaltsgesetz (WHG) eingeholt.

Die Brunnenerstellung wird durch ein zertifiziertes Bohrunternehmen ausgeführt, diese Arbeiten sollten direkt von Ihnen veranlasst werden. Danach empfehlen wir die Durchführung eines Langzeit-Pumpversuchs zur Ermittlung von langfristigen Entnahme- und Rückgaberaten.

Am Ende der Untersuchungen steht die Erstellung eines Erlaubnisantrags zur dauerhaften Grundwassernutzung für den Betrieb der Grundwasserwärmepumpenanlage bei der zuständigen Unteren Wasserbehörde.